Mörfelden-Walldorf: Großer Empfang für sportliche Freunde

Zwölf-Stunden-Schwimmen Mörfelden-Walldorf: Großer Empfang für sportliche Freunde

 

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Rundum sportlich zeigten sich die Gäste aus Wageningen, die mit dem Rad zum Zwölf-Stunden-Schwimmen gestrampelt waren. Eine Wiederholung im nächsten Jahr ist bereits geplant.

Mörfelden-Walldorf. 

Bas Quint und Jos Naber wohnen in Wageningen, Niederlande. Sie hatten den Wunsch, am Zwölf-Stunden-Schwimmen in Mörfelden teilzunehmen. Da sie nicht nur passionierte Schwimmer, sondern auch Fahrradprofis sind, entschieden sie sich, auf ihren Rennrädern anzureisen. Sie benötigten dazu drei Tage und fuhren jeweils 150 Kilometer an den ersten beiden Tagen und 120 Kilometer am dritten Tag.

„Alles lief wie am Schnürchen. Die Nächte haben wir im Zelt verbracht“, so Jos Naber. „Aber drei Kilometer vor dem Ziel platzte bei Bas Quint der Vorderreifen.“ Dies habe dann zu einer Verzögerung beigetragen, so dass die beiden einige Stunden später als erwartet am Dalles in Mörfelden ankamen.

Unter den wachsamen Augen der SKV-Akteure in ocker-gelben T-Shirts schwimmen die Teilnehmer auf vier Bahnen Meter für Meter. 
Unter den wachsamen Augen der SKV-Akteure in ocker-gelben T-Shirts schwimmen die Teilnehmer auf vier Bahnen Meter für Meter.

„Die Strecke war weitestgehend flach“, erzählte Quint. Erst bei Koblenz bis kurz vor Wiesbaden hätten sie viele „Up-and-Downs“ gehabt. Da Quint in seiner Heimat in einem Fahrradgeschäft arbeitet, setzten die zwei Radler großes Vertrauen in die Sicherheit ihrer qualitativ-hochwertigen Rennräder.

Handtuch zum Empfang

Bürgermeister Heinz-Peter Becker (SPD) überreichte ihnen ein Frotteebadetuch mit aufgesticktem Emblem der Stadt. „Mit der langen Anfahrt haben Sie einen Zusatzevent für sich daraus gemacht“, sagte er zu den angereisten Vertretern der Partnerstadt Wageningen, zu denen auch Familienangehörige der holländischen Radler zählten.

Eine Schrecksekunde erlebte Marten Quint, der Bruder von Bas Quint, der das Begleitfahrzeug mit Zelten und Zubehör steuerte, als auf der Autobahn eine der Scheibenbremsen heiß lief. „Ich bin froh, dass nichts passiert ist und die Werkstatt den Schaden kurzfristig reparieren konnte“, sagte er.

Sie haben lange durchgehalten: Die beiden jungen Schwimmerinnen des SKV, Laura D’Alessio (links) und Paula Paß. 
Sie haben lange durchgehalten: Die beiden jungen Schwimmerinnen des SKV, Laura D’Alessio (links) und Paula Paß.

Am nächsten Tag waren zwölf Schwimmer aus Wageningen im Freibad von Mörfelden dabei zu beobachten, wie sie ihre Bahnen beim siebten Zwölf-Stunden-Schwimmen zogen, das die SKV jährlich veranstaltet. Der zwölfjährige Rinze Oudsen legte 2000 Meter zurück. „Alles prima und gut organisiert“, sagte er. Bas Quint musste dagegen schon nach rund 1000 Metern aufgeben. „Ich hatte einen schlimmen Krampf im Bein“, erklärte er etwas traurig, freute sich aber über die Riesenleistung seines Freundes, der die 6000 Meter-Marke erreichen konnte. „Und was sagen Sie zu meinem Vater Paul Quint? Der wird nächste Woche 61 und ist mehr als 5000 Meter geschwommen“, freute er sich.

Fünf Rekorde

Am Ende lag das Team „Wageningen“ mit insgesamt 71 000 geschwommenen Metern ganz vorn. 859 700 Meter und fünf Rekorde waren das Resultat des Schwimmtags. Benjamin Dotzauer schaffte 38 100 Meter, und war damit Bester der Herren. Karin Hauser mit 23 000 die Beste aller weiblichen Schwimmerinnen, allerdings nur knapp vor Olivia Motel, die mit 22 500 Metern in der Wertung „Mädchen“ die längste Strecke schaffte. „Eine ganz tolle Leistung“, lobte Mitorganisator Torsten Becker. Sieger „Schulklasse“ wurde die 8 b der Bertha-von-Suttner-Schule mit fünf Teilnehmern. Bei der Staffel waren die Schwimmer der TSG Darmstadt am stärksten und verwiesen das „Team MöWathlon“ auf den dritten Platz. Die jüngsten Wassersportler beim Zwölf-Stunden-Schwimmen an diesem Tag waren Florian Bülte, sechs Jahre, und Luisa Welsch, fünf Jahre.

Die Niederländer aber hatten allen Grund zur Freude. Auch Marnix Breedveld, der seit einem Radunfall Probleme mit der Schulter hat, biss die Zähne zusammen und hielt tapfer durch.

Die Quints und ihre Mitstreiter zeigten sich mit ihrem Rekord sehr zufrieden und trugen stolz ihren Pokal nach Hause. Nächstes Jahr wollen sie wieder mit dabei sein.

Frankfurter Neue Presse
http://ndp.fnp.de/lokales/kreise_of_gross-gerau/Moerfelden-Walldorf-Grosser-Empfang-fuer-sportliche-Freunde;art688,2750281

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