So schmeckt Piemont
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So schmeckt Piemont

Freundeskreis Städtepartnerschaft auf kulinarischer Wein-Reise

Mörfelden-Walldorf (ula).
Um andere Kulturen kennenzulernen, muss man nicht gleich die Koffer packen. Der Freundeskreis Städtepartnerschaft nahm seine Gäste im Souterrain des Bürgerhauses am Samstag mit nach Piemont. Dort liegt Torre Pellice, der Herkunftsort der Waldenser, mit dem die Doppelstadt seit 1999 verschwistert ist. Zudem ist Piemont die Heimat vieler Winzer, die auf italienischem Boden Spitzenweine produzieren.

„Der Nebbiolo ist so ein hervorragender Wein, dass er bisweilen als Pacht verlangt wurde oder an die Nachfahren vererbt wurde“, erzählte Fachfrau Silvia Pfahler bei der Weinprobe des Freundeskreises von Spitzenweinen, regionalen Besonderheiten, Kuriositäten um Land und Leute sowie dem Feldzug der Reblaus. Sechs Weiß- und Rotweine wurden zwischenzeitlich an den voll besetzten Tischen verkostet. Gut, dass die „Küchenfeen“ des Vereines, Monique Schmitt und Elke Torrini, ein Büfett mit landestypischen Speisen zauberten. Nach Käsevariationen, Weißbrot, Wurstspezialitäten, Artischockenquiche und mehr, mundeten die Spitzenweine aus dem Piemont noch besser.

40 Vereinsmitglieder und „intenditore di vino“, oder auch Weinenthusiasten genannt, machten die Schlemmertour mit, die auch geistige Nahrung bot. Alfred J. Arndt berichtete vom Waldensertum, sprachlichen Stilblüten und aus der Jugend Walldorfs.

Das Weingut selbst hatte der Freundeskreis Städtepartnerschaft  bei einer seiner Fahrten in der Region der italienischen Partnerstadt entdeckt. Die Vorstellung der feinen Tropfen bei der Weinverkostung in Mörfelden stieß auf eine gute Resonanz, wie sich die Vereinsvorsitzende Monique Schmitt freute.

Weil die kulinarische Reise derart populär ist, soll es nicht die Einzige bleiben. Immerhin hat Mörfelden-Walldorf in Vitrolles und Wageningen zwei weitere Partnerstädte. „Ein eigenes Weingut hat aber nur eine unserer Partnerstädte“, erklärte Arndt. Und das findet sich weder bei den italienischen noch den französischen Freunden, sondern in der niederländischen Partnerstadt Wageningen.

Quelle: Freitags-Anzeiger, 23. Mai 2019, Seite 4

Folgende Fotos von Monique Schmitt: